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Turngroßereignis in Wellerode
Welleröder Turnerinnen überzeugen bei Gaumeisterschaften
Über 70 Turnerinnen ermittelten in unterschiedlichen Wettkampfklassen ihre Gaumeisterin im Kunst- und Gerätturnen.
Diese beiden Turn-Teilbereiche unterscheiden sich lediglich in den Anforderungen, die an die Mädchen gestellt werden – schön, dass sie auf regionaler Ebene wieder zusammengeführt werden, dies ist sicherlich auch ein Modell, das auf Landesebene interessant ist.
Für die jüngsten Welleröder Turnerinnen, sie sind 5 und 6 Jahre, ging es zunächst einmal darum Wettkampferfahrung zu sammeln. Allen gelang dies sehr gut – auch wenn statt eines „ordentlichen“ Abmeldens den Kampfrichterinnen schon einmal nett zugewinkt wurde. Die Platzierungen waren erwartungsgemäß: Lara-Sophie Weitz und Felicia Schachtschneider (beide Jg. 2003) kamen auf Rang 6 und 7, dahinter folgten mit geringem Rückstand Rica Leinwather, Leonie Kurz sowie Leila und Kinga Drese (alle Jg. 2004).
In der Altersklasse 8 machten drei Welleröder Turnerinnen das Rennen unter sich aus. In einem spannenden Wettkampf konnte Laurana Schachtschneider ihren Vorjahrestitel knapp vor Milena Thiele und Mia Zeidler verteidigen. Grundlage hierfür war die deutlich beste Übung am Stufenbarren, wo sie ihren Mitstreiterinnen gut zwei Punkte abnehmen konnte. Milena lag am Sprung und am Boden in Front, Mia war am Balken beste Turnerin.
Als Einzelkämpferin in der Altersklasse 9 startete Sarah Hartmann. Die schon recht anspruchsvollen Pflichtübungen der Stufe P 8 meisterte sie schon recht souverän. Vor allem das intensive Training in den Osterferien hat Sarah gut genutzt, um voran zu kommen. In relativ kurzer Zeit hat sie einige Klippen ihrer Übungen gemeistert (z. B. Bogengang auf dem Balken oder Kippe am Barren). Sie hat zuletzt sicherlich den größten Sprung nach vorne gemacht.
Bei den Gerätturnerinnen ging die ebenfalls neunjährige Tamina Kaiser in der P 5 an den Start. Mit 15 Turnerinnen war dies der teilnehmerstärkste Wettkampf. Tamina gelangen durchweg gute Übungen mit denen sie sich einen hervorragenden drittem Platz erkämpfen konnte. Die ebenfalls in diesem Wettkampf gemeldete Jolanthe Kalinowski konnte verletzungsbedingt leider nicht starten.
Elena Pfleger ging bei den Gaumeisterschaften aufgrund eines reduzierten Trainingsumfangs diesmal bei den Gerätturnerinnen in der KM 3 (erleichterte Kür) an den Start. Ohne größere Fehler und vor allem ohne Absteiger am Balken konnte sich Elena klar gegen Anastasia Onischenko vom KSV Baunatal durchsetzen und qualifizierte sich hiermit für die Hessischen Meisterschaften der Gerätturnerinnen am 8. Mai in Limburg.
Madlen Pohl musste sich mit der höchsten und sehr schwierigen Pflichtübungsstufe P 10 auseinandersetzen. Als Einzelkämpferin holte sie sich hier den Titel.
Ein spannendes Duell mit offenem Ausgang sollte zwischen den Kürturnerinnen Ilka Grünewald und Michèle Bruchmann ausgeturnt werden. Zunächst sah auch alles danach aus, da sich beide in der Führung abwechselten. Leider konnte Ilka am letzten Gerät, dem Schwebebalken aufgrund wachstumsbedingter Schmerzen am Knie nicht mehr antreten, so dass Michèle die Goldmedaille in Empfang nehmen konnte.
Dass ihr die Turnerei doch noch Spaß macht, bewies Theresa Heinz, als sie während des Einturnens kurzentschlossen den Turnanzug anlegte und außer Konkurrenz an den Start ging. Vor allem am Boden zeigte sie, dass sie es auch noch kann. Auf eine „fremde“ Bodenmusik gelang ihr eine sehr gute Übung. Leider handelte sie sich beim Einturnen am Stufenbarren einen „amtlich Fetzen“ an der Hand ein, so dass dort nur eine Rumpfübung möglich war. Aber: Kneifen war nicht, alle vier Geräte wurden ordentlich zu Ende geturnt. |